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25 Jahre Denkmalfonds Schleswig-Holstein   

Dr. Robert Knüppel
Generalsekretär der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn

25 Jahre Denkmalfonds Schleswig-Holstein sind ein Grund Dank zu sagen für das, was der Denkmalfonds in 25 Jahren in der Pflege und Sanierung von Kulturdenkmälern und in der Beratung und Vermittlung in Fragen der Denkmalpflege in unserem Lande geleistet hat.

Die Arbeit, die der Denkmalfonds Schleswig-Holstein leistet, ist in zweifacher Hinsicht von großem Wert. Einmal ist der Erhalt unserer Kulturdenkmäler eine Leistung, die ihren Wert in ästhetischer Weise dem Bürger sichtbar zur Schau stellt, zum anderen ist sie aber auch von großem psychologischen Wert für unsere Gesellschaft. Wer die Zukunft gestalten will, muss sich erinnern können. Das aber setzt voraus, dass wir die überlieferte bauliche Umwelt in unserem Lande vor dem Verfall bewahren, denn eine Landschaft ohne ihre Kulturdenkmale ist wie ein Mensch ohne Erinnerungen.

Dass Kulturdenkmale als unwiederbringliche Zeugnisse der Geschichte zu pflegen und zu erhalten sind, das ist nicht nur eine Aufgabe des amtlichen Denkmalschutzes oder des Staates, sondern eine Verpflichtung jeder lebenden Generation. Dieser Satz ist zwar vom Inhalt her mehr Postulat als Aussage, denn die Gegenwart beweist, dass nicht jede Generation ihrer Aufgabe so nachkommen konnte, wie es notwendig und auch wünschenswert gewesen wäre. Die Ursache dafür sind Kriege, Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen und vieles andere mehr. Wir brauchen doch nur an die Auswirkungen der verheerenden Hochwasserkatastrophe des letzten Jahres zu denken. Nicht nur viele Tausend Bewohner mussten die Zerstörung ihrer Wohnungen und Häuser verkraften und Geschäftsleute und Unternehmer ihre Existenz neu aufbauen, sondern viele bedeutende Kulturdenkmäler haben großen Schaden erlitten.

Auch wenn die Schäden groß sind, und sich das ganze Ausmaß der Zerstörung erst nach und nach absehen lässt, die Aussage, der Erhalt unserer Kulturdenkmäler ist eine Aufgabe jeder Generation, bleibt nicht nur bestehen, sondern erhält durch die Vorkommnisse exemplarisch besonderes Gewicht.

Die Bundesrepublik Deutschland steht gegenwärtig vor der schweren Aufgabe, unser Land für das 21. Jahrhundert vorzubereiten, die europäische Integration ist dabei gewolltes Ziel der Politik. Diese politisch angestrebte Entwicklung trifft dabei auf eine Gesellschaft, der es nicht nur schwer fällt, mit dem technologischen Fortschritt Schritt zu halten, sondern in der für viele Menschen die Jagd nach immer aufregenderem Konsum zum Leben gehört und in der viele unter einer psychologischen Krise leiden. Über viel Millionen Menschen ohne Arbeit, fast leere öffentliche Kassen, hohe Soziallasten und eine hohe Staatsverschuldung, das sind nur einige der Gründe. Außerdem muss Deutschland mit den Kosten des Wiederaufbaues Ost fertig werden. Alle diese Faktoren sind in ihren finanziellen Auswirkungen gewaltig, sie betreffen nicht nur den Bundeshaushalt und die Länderhaushalte, sondern auch die örtliche Ebene. Tatsächlich sind die meisten Gemeinden nicht mehr in der Lage, ihre akuten finanziellen Probleme zu lösen. Die Folge: drastische Einschnitte in allen Handlungsfeldern. Die Kultur, und dazu zählt auch die Denkmalpflege, ist eines davon.

Um so größer ist deshalb auch die Gefahr, dass der Kulturbereich auf der örtlichen Ebene drastisch beschnitten wird, und dass, obgleich Kultur im Bewusstsein unserer Gesellschaft als Instrument der Daseinsvorsorge verstanden und eingefordert wird.

Diese Entwicklung ist schwer nachzuvollziehen, zumal der Einigungsvertrag 1990 festgeschrieben hat, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht nur ein Rechtsstaat und ein Sozialstaat ist, sondern auch ein Kulturstaat.

Tatsache ist andererseits aber auch, dass der Staat angesichts der vielen Aufgaben, von der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit über den Umweltschutz bis zu den Soziallasten, in seinem Handlungsspielraum sehr begrenzt und nicht mehr in der Lage ist, die Leistungen früherer Jahre zu erbringen. Das gilt auch für den Bereich der Kultur und deshalb braucht der Staat heute mehr denn je das partnerschaftliche Miteinander von engagierten Bürgern, privaten Institutionen und wirtschaftlichen Unternehmen. Wobei der Begriff Kultur für die Gesamtheit der geistigen, sozialen und materiellen Formen steht, in denen Menschen ihr eigenes und ihr gemeinschaftliches Leben über die natürlichen Grundlagen und Voraussetzungen hinaus gestalten und entwickeln. Dazu gehört insbesondere aber auch der Erhalt unseres überlieferten baulichen Erbes. Denkmalpflege und Denkmalschutz sind in diesem Bereich besonders gefordert.

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Kulturpessimisten warnen zwar bereits vor einer Denkmalinflation und einer Entwertung unseres kulturellen Erbes. Gewiss, gerade im Umgang mit unserer kulturellen Umwelt hat es immer wieder Gedankenlosigkeit gegeben und es ist manche Umweltsünde begangen worden, lebendige Denkmalpflege heißt aber, dass wir das Vergangene in Beziehung zu dem setzen, was heute anders ist als früher und zu dem, was in Zukunft anders werden sollte als es früher war. Lebendige Denkmalpflege heißt auch, dass wir nicht, vor lauter Respekt vor den Leistungen unserer Vorfahren kritiklos werden dürfen. Denkmalpflege ist nie lebendig, wenn sie bei der bloßen Rückschau verweilt.

Auch das ist wichtig. Wenn Denkmalpflege lebendig sein soll, dann müssen wir unseren Kindern schon früh beibringen, was es bedeutet und welchen Gewinn es bringt, Denkmäler zu erleben und sie zu verstehen.

Der Schirmherr unserer Stiftung, Bundespräsident Johannes Rau, hat diese Gedanken sehr eindringlich formuliert: "Wir dürfen keine Analphabeten der Erinnerung werden."

Auch der frühere Schirmherr der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Prof. Dr. Roman Herzog, hat als damaliger Bundespräsident sicher vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen als er sagte: Menschen wollen in einem Umfeld leben, das nicht aus der Retorte stammt, sondern sich aus der Beziehung zur Vergangenheit gründet. Kultur hat ihre Wurzeln in lebendiger Tradition. Sie erst macht eine zukunftsgerichtete Entwicklung möglich. Deshalb darf Denkmalschutz bei knappen Kassen auch nicht zur automatischen Verfügungsmasse für Streichlisten werden.

Diese Verpflichtung zum Erhalt unseres baulichen Erbes lässt sich rechtlich allen schon aus der Feststellung des Einigungsvertrages erleiten. Im Übrigen findet sich auch in fast jeder Regierungserklärung die Aussage, dass dem Erhalt der kulturellen Identität durch Bewahrung der überlieferten Werte große Bedeutung zukommt. Eigentlich selbstverständlich, denn das kulturelle Erscheinungsbild eines Staates ist sowohl innen- als auch außenpolitisch wichtig. Länder wie Griechenland, Italien oder Frankreich leiten ihre Akzeptanz aus dem kulturgeschichtlichen Beitrag ab, den sie zur Entwicklung Europas geleistet haben. Hierin liegt ihr großes Kapital, das ihnen Jahr für Jahr viele Millionen von Touristen ins Land bringt.

Die Bedeutung der Denkmalpflege für die Bürger in unserem Lande lässt sich auch aus den Umfragen des Allensbacher Instituts für Demoskopie belegen. Danach halten über 60 % aller Bürger den Denkmalschutz für eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe. Hinter diesem Verhalten steht die Einsicht, dass der Mensch Schaden nimmt, wenn er seine natürliche und seine gebaute Umwelt zerstört. Auf die Kulturdenkmäler bezogen bedeutet es, wer die Individualität der historischen gewachsenen Ortsbilder zerstört und ihnen die Identität nimmt, der greift damit auch empfindlich in seinen eigenen Lebensraum ein.

Bei der Erhaltung unserer Kulturdenkmäler und historischen Stadträume geht es vor allem um die historische Erinnerung als Erkenntnisgrundlage für unsere eigene, höchst gegenwärtige Existenz. Als Einzeldenkmale oder städtebauliche Ensembles vermitteln die Kulturdenkmäler unseren Bürgern eine überschaubare Erlebniswelt und sie geben ihnen in einer Welt des Umbruchs das Gefühl der Sicherheit, der Orientierung und der Geborgenheit. Und sie lassen auch Geschichtsbewusstsein entstehen.

Von dem Züricher Sozial- und Kulturphilosophen Hermann Lübbe stammt die Feststellung, dass "nie eine Gegenwart vergangenheitsbezogener war als unsere eigene". Er begründet diese Feststellung damit, dass wir in einer Welt leben, die vor unseren eigenen Augen in vielen Bereichen zu fremden wird. Mit dem Erhalt unserer überlieferten gebauten Umwelt verschaffen wir uns Entlastung durch Vergegenwärtigung einer Vergangenheit, die die Verheißung hat, ein Mehr an Orientierungssicherheit geboten zu haben. Wir unternehmen Versuche; unser Bewusstsein durch Widererkennungserlebnisse zu stabilisieren. Wenn unsere Städte jährlich, 2,5 bis 3,0 Prozent ihrer Bausubstanz erneuern, so verlieren sie für ihre Bewohner die Qualität der Vertrautheit. Sie werden tatsächlich vor unseren eigenen Augen fremd.

Obgleich Denkmalschutz und Denkmalpflege sich heute einer großen Popularität erfreuen, gibt es in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wirtschaft immer noch eine gewisse Zurückhaltung gegenüber denkmalpflegerischen Maßnahmen, die sich allerdings häufig aus Vorurteilen und Irrtümern speist.

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Diese Einstellung macht es notwendig, die Vorzüge und die Unverzichtbarkeit der Denkmalpflege für die Entwicklung von Standort und Wirtschaft ins rechte Licht zu setzen.

Unbestritten verleiht der Erhalt unserer Kulturlandschaft mit ihrem wertvollen, überlieferten baulichen Erbe unserem Lande auch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Standortqualität. Denn von der Denkmalpflege geht ein wesentlicher wirtschaftlicher Multiplikatoreffekt aus. Fachleute verweisen darauf, dass jeder Euro, der für denkmalpflegerische Maßnahmen vom Staat eingesetzt wird, einen Umsatzeffekt in Höhe von 7 Euro auslöst, was gesamtwirtschaftlich bedeuten würde, dass sich öffentliche Ausgaben für die Denkmalpflege über die anfallenden Steuereinnahmen beim Staat im Zeitablauf refinanzieren.

Aber damit nicht genug, der Wirtschaftsschub, den Investitionen in denkmalpflegerischen Maßnahmen bewirken, sorgt auf dem Arbeitsmarkt für Stabilität und Wachstum. Wenn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz z. B. in den letzten 11 Jahren über 300 Millionen Euro in denkmalpflegerische Maßnahmen investiert hat, dann hat sie damit einen wirtschaftlichen Wachstumseffekt in Höhe von etwa 2,1 Mrd. Euro bewirkt und damit Tausende von Arbeitsplätzen im Handwerk und in der mittelständischen Zuliefererindustrie gesichert oder neu geschaffen.

Auch diese Werte für unsere Gesellschaft muss die Denkmalpflege immer wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen.

Gleichwohl ist in diesem Sinne aber noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, weil der Erhalt unserer Kulturdenkmale eine Aufgabe von gewaltiger finanzieller Dimension ist. Die Experten schätzen, dass für den Erhalt der ca. 1,3 Millionen Kulturdenkmäler in Deutschland in den nächsten 20 Jahren über 80 Mrd. Euro erforderlich sind. Es bedarf also noch einer gewaltigen Kraftanstrengung, und zwar nicht allein vom Staat, der ohnehin nicht alles regeln soll und schon gar nicht alles leisten kann, sondern die Aufgabe des Erhalts unseres überlieferten baulichen Erbes verlangt eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von engagierten Bürgern, von der Wirtschaft, von privaten Institutionen, der Kirche und der öffentlichen Hand im weitesten Sinne.


Dass die Bürger und Unternehmen bereit sind, sich im Bereich der Kultur und insbesondere auch im Denkmalschutz zu engagieren, wird durch Tausende von Einzelfällen Tag für Tag bewiesen. Ein Beispiel dafür ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Eine Stiftung, die von 23 Unternehmen der Deutschen Wirtschaft gegründet wurde, und die in den letzten elf Jahren über 300 Mio. Euro für die Bewahrung vom Verfall bedrohter Kulturdenkmale einsetzen konnte. Damit konnten etwas 2300 Kulturdenkmäler gerettet werden. Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag mit über 80 % der Mittel in den neuen Bundesländern.

In der Satzung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz heißt es nicht nur "gefährdete Kulturdenkmäler vor dem Verfall zu bewahren", sondern auch "das Bewusstsein für die Belange des Denkmalschutzes und für die Notwendigkeit der Pflege von Baudenkmälern in weite Kreise der Bevölkerung zu tragen und sie zur aktiver Mithilfe anzuregen."

In den letzten Jahren ist es gelungen, über 140.000 private Förderer für die Aufgaben der Stiftung zu gewinnen. Damit ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wohl die größte Bürgerinitiative für den Denkmalschutz in Deutschland.

Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden nicht nur Klöster, Kirchen, Schlösser, Bürgerhäuser, Mühlen, Türme, Rathäuser, Konzertsäle und Stadttore saniert, sondern auch Industriedenkmäler und archäologische Grabungen gefördert.

Die Arbeit der Stiftung ist außerordentlich vielfältig. Nur einige wenige Beispiele: Wir sind Gesellschafter der Brandenburgischen Schlösser GmbH, der neun Schlösser gehören, von denen bereits fünf eine neue Nutzung übernommen haben. In Görlitz unterhalten wir ein Fortbildungszentrum für das Handwerk in der Denkmalpflege. Die Stiftung verleiht jedes Jahr den Bundespreis für das Handwerk für gelungene handwerkliche Restaurierungen. Der "Tag des offenen Denkmals" wird für ganz Deutschland von der Stiftung koordiniert und die bundesweite Eröffnung findet jedes Jahr in einer anderen Stadt statt. Mit der Initiative "Weg zur Backsteingotik" bemühen wir uns, den Kulturtourismus in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken. In sieben Jugendbauhütten verhelfen wir Jugendlichen durch ein Praktikantenjahr in Handwerksbetrieben zu einer sinnvollen Berufsfindung. Darüber hinaus stärken wir mit einem Schulprojekt bei den Schülern das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Erhalts unserer Kulturdenkmäler.

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Hinter der zuletzt genannten Aufgabe verbirgt sich ein bundesweites Pilotprojekt, das unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission steht. Ziel dieser Aktion ist es, junge Menschen im Schulunterricht für historische Einzeldenkmale und Parks, für Ensembles oder Kulturlandschaften in ihrer Region zu interessieren und sie für den Denkmalschutz als "kulturellen Umweltschutz" zu begeistern. Denkmale werden dabei nicht nur besichtigt, sondern durch die Behandlung im Unterricht und durch Projektarbeit setzten sich die Schüler intensiv mit den historischen Stätten auseinander. Die Beschäftigung umfasst die theoretische Annährung an Geschichte und Baustilkunde und bezieht auch das Kennenlernen der praktischen Denkmalpflege ein: dazu gehören Fragen nach dem Zustand des Objekts, nach Restaurierung und Nutzung, nach Einflüssen von Umwelt und Tourismus. Diese Aktivitäten machen die Bedeutung der Pflege des kulturellen Erbes als Baustein für Nachhaltigkeit erfahrbar. Dieses Programm sieht in diesem Jahr eine Förderung von bundesweit 50 Schulprojekten vor.

Ein Ausblick in die Zukunft lässt gegenwärtig auch Konturen erkenn, dass die geschichtlich geprägten Ortskerne und Stadtzentren zwar immer noch Lebensräume von hoher Qualität für ihre Bewohner und Nutzer sind, gleichwohl werden sie auf Dauer ihre Funktionalität nur erhalten und größere soziale Verwerfungen nur verhindern können, wenn es gelingt, mit Hilfe und in Zusammenarbeit aller an der Urbanitätsforschung beteiligten Fachdisziplinen Strategien zur Stärkung und Revitalisierung der historischen Stadt- und Ortskerne zu entwickeln. Hierbei ist in den kommenden Jahren auch ein Beitrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefordert. Die Stiftung hat in diesem Sinne eine Stiftungsprofessur geschaffen, die im Zusammenwirken mit der TU Dresden Grundlage eines Kompetenzzentrums für revitalisierenden Städtebau wird.

Die Entwicklung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in allen Bereichen ihres Wirkens und in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit ihren Förderern, den privaten Institutionen, den Ländern und Gemeinden, dem Bund und der Wirtschaft lässt immer wieder die Frage aufkommen, warum erfährt der Erhalt unserer Kulturdenkmäler eine so hohe Wertschätzung in unserer Gesellschaft? Der Beweis dafür ist sicher schwer zu führen, aber eines erscheint sicher: ein Denkmal aus dem überlieferten baulichen Erbe fördert beim Bürger das Nichtvergessen, das Gedenken und damit das Denken und Nachdenken. Das ist es wohl, was ein Kulturdenkmal bewirkt.

Sie künden vor allem von den Menschen, die sie errichtet haben und in ihnen und mit ihnen gelebt haben in wechselvollen Zeitläufen und manchen Jahrhunderten. Daraus erwächst die Erkenntnis, dass wir nichts wären ohne die, die vor uns waren und dass wir selbst nur Glieder in einer langen Kette sind, die nicht mit uns begonnen hat und auch nicht mit uns endet. Dass es also nicht unser Recht ist, so zu tun, als ob uns das alles gar nichts anginge, sondern dass es vielmehr unsere Pflicht ist, dass auf uns überkommene weiterzugeben und zu bewahren, also zu pflegen und zu erhalten. Dieser Erhalt unserer Kulturdenkmäler ist und bleibt die Aufgabe jeder lebenden Generation.

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